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Rezension Tianwa Yang – Brahms

Symbiose auf hohem Niveau

Tianwa Yang interpretiert Brahms‘ Violinkonzert und überzeugt im raffiniert-feingliedrigen Detail, ohne im Ansatz leidenschaftslos zu wirken.

vonJohann Buddecke,

Sich an ein Repertoire-Schwergewicht wie Johannes Brahms’ Violinkonzert zu wagen, ist gewiss mit einer Portion Risikofreude verbunden, haben doch die größten Violinvirtuosen Einspielungen dieses Werks vorgelegt. Geigerin Tianwa Yang hingegen scheut den Vergleich zu Referenzeinspielungen nicht und zeigt mit ihrer Interpretation, gemeinsam mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin unter der Leitung von Antoni Wit, keinerlei Bescheidenheit. Im Gegenteil stellt sie ihre große Könnerschaft an ihrem Instrument in puncto Technik und Tongebung unter Beweis und überzeugt sowohl mit kraftvollem Ausdruck als auch im raffiniert-feingliedrigen Detail, ohne im Ansatz leidenschaftslos zu wirken. Zudem gelingt die Symbiose zwischen Solistin und Klangkörper auf hohem Niveau. Gemeinsam mit Cellist Gabriel Schwabe überzeugt sie auch im beliebten Doppelkonzert. Ein virtuoser Brahms von der ersten bis zur letzten Note.

Tianwa Yang © Irène Zandel
Tianwa Yang © Irène Zandel

Brahms: Violinkonzert op. 77 & Doppelkonzert op. 102

Tianwa Yang (Violine), Gabriel Schwabe (Violoncello), Deutsches Symphonie-Orchester Berlin, Antoni Wit (Leitung)
Naxos

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