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CD-Rezension Akamus – Bach: Dialog-Kantaten

Lustvolles Experimentieren

Bachs Dialog-Kantaten stellen einen Schatz dar, der längst noch nicht gehoben ist. Mit den Solisten und der Akademie für Alte Musik Berlin sind hier perfekte Interpreten gefunden

vonSabine Näher,

Kaum ein Komponist hat die Kirchenkantate in solchem Maße zum kompositorischen Experimentierfeld erkoren wie Johann Sebastian Bach. Was Last hätte sein können (und vielleicht auch einmal war), nämlich die Verpflichtung für den Gottesdienst der Leipziger Thomaskirche wöchentlich eine Kantate zu komponieren, wurde ihm zur Lust, sich kreativ auszutoben. So stellen Bachs Kantaten einen Schatz dar, der längst noch nicht gehoben ist. Und die an wenigen ausgewählten Orten zu erlebenden Gesamtaufführungen bieten wunderbare Überraschungen. Wenig bekannt sind etwa die Dialog-Kantaten, in denen die Seele mit Christus ins (Liebes-)Gespräch eintritt. Den Sängern sind jeweils Soloinstrumente zur Seite gestellt, so dass ein ganz subtiles vokal-instrumentales Miteinander entsteht. Mit Sophie Karthäuser und ihrem dunkel leuchtenden Sopran, dem Bass Michael Volle und der Akademie für Alte Musik Berlin sind hier perfekte Interpreten gefunden.

Dialog-Kantaten
Bach: Kantaten BWV 32,49 & 57

Sophie Karthäuser (Sopran), Michael Volle (Bass), Akademie für Alte Musik Berlin, Raphael Alpermann (Leitung)
harmonia mundi

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