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Rezension Nicola Benedetti – Beethoven: Violinkonzert

Sensibel und entspannt

Klug phrasiert, vibratoarm und mit einer ungewöhnlichen Kadenz gestalten Nicola Benedetti, das Aurora Orchestra und Nicholas Collon Beethovens Violinkonzert.

vonFrank Armbruster,

Nicola Benedetti ist eine feine Geigerin, mit silbrig-schlankem Ton und sensibler Gestaltung. In ihrer Aufnahme des Beethoven-Konzert fügen sich diese Qualitäten gut zu dem von Nicholas Collon dirigierten Aurora Orchestra, das ebenfalls den Fokus mehr auf Transparenz und Linienführung denn auf Kraftentfaltung setzt. Auch mit Vibrato gehen Solistin wie Orchester eher sparsam um, wobei Benedetti in höchsten Lagen schon mal ein klein wenig die Intonation verrutschen kann. Im ersten Satz hat die Schottin eine Kadenz von Petr Limonov gewählt, der Beethovens originale Kadenz von dessen Bearbeitung des Violinkonzerts als Klavierkonzert adaptiert hat. Man kann darüber streiten, ob das Sinn macht, denn violinistisch klingt das Ganze eher nicht. In ihrer Entspanntheit ist Benedetti dennoch eine schöne Aufnahme gelungen, deren Qualität durch eine exzellente Tontechnik noch mal gesteigert ist.

Nicola Benedetti
Nicola Benedetti

Beethoven: Violinkonzert op. 61

Nicola Benedetti (Violine), Aurora Orchestra, Nicholas Collon (Leitung)
Decca

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