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CD-Rezension Kathrin Christians

Mut zahlt sich aus

Flötistin Kathrin Christians zeigt auf ihrer Debüt-CD, welche schier unerschöpflichen Klangfarben sich auf ihrem Instrument zaubern lassen

vonJulia Hellmig,

Ein mutiges Programm, das der Leidenschaft und Neugierde von Kathrin Christians zu verdanken ist. Anlass für ihre Debüt-CD war das Flötenkonzert von Jindřich Feld, einem tschechischen Komponisten, der so gut wie in Vergessenheit geraten ist. Besonders hier zeigt die Flötistin, welche schier unerschöpflichen Klangfarben sich auf ihrem Instrument zaubern lassen: Vom warm-weichen Ton, der direkt ins Innerste steigt, bis hin zum kraftvoll-energischen Aufbäumen, das einen Schaudern lässt. Mieczysław Weinberg, der spätestens dank der posthumen szenischen Uraufführung seiner Ausschwitz-Oper „Die Passagierin“ ins öffentliche Bewusstsein zurückgekehrt ist, erlangt durch die überzeugende Interpretation seines zweiten Flötenkonzerts erneut die verdiente Beachtung. Das Württembergische Kammerorchester unter Ruben Gazarian ist auch hier ein zuverlässiger Partner, handelt es sich bei dem Werk doch zugleich um die Ersteinspielung der Version für Streichorchester. Vollends abgerundet wird das Programm von Mikis Theodorakis’ bewegendem Klangfarben-Spiel „Adagio“. Mut zahlt sich eben doch aus!

Feld: Flötenkonzert
Theodorakis: Adagio für Flöte, Streichorchester & Percussion
Weinberg: Flötenkonzert Nr. 2 op. 148

Kathrin Christians (Flöte), Württembergisches Kammerorchester Heilbronn, Ruben Gazarian (Leitung)
Hänssler Classic

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