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Rezension Gil Shaham – Beethoven/Brahms: Violinkonzerte

Fabulös

Getragen von einem frischen, humanen Geist, gelingt es Gil Shaham und The Knights den Violinkonzerten von Beethoven und Brahms neue Facetten abzugewinnen.

vonFrank Armbruster,

Dass die Anfänge des von Eric Jacobsen geleiteten Orchesters „The Knights“ in der Kammermusik liegen, hört man dieser Einspielung in jedem Takt an. An guten Aufnahmen der Violinkonzerte von Brahms und Beethoven mangelt es ja keineswegs, aber diesem Ensemble gelingt es zusammen mit dem fabulösen Gil Shaham, selbst solchen scheinbar wohlbekannten Repertoire-Schlachtrössern neue Facetten abzugewinnen. Hier wird nicht einfach ein Solist „begleitet“. Innerhalb eines organischen Zusammenspiels erscheint jedes Motiv, jede Phrase individuell gestaltet, getragen von einem frischen, humanen Geist, dem jedes pauschale Drüberspielen fremd ist. Dass sich die Musiker dabei dynamisch in Pianissimobereiche vorwagen, die üblicherweise kleinen Kammermusikensembles vorbehalten sind, trägt ebenso zum Ausnahmestatus dieser Einspielung bei wie der rhythmische Impetus, der gerade die Schlusssätze beider Konzerte trägt.

Gil Shaham
Gil Shaham

Beethoven/Brahms: Violinkonzerte

Gil Shaham (Violine), The Knights, Eric Jacobsen
Canary Classics

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