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CD-Rezension Atos Trio

Ein Aufschrei gegen den Terror Stalins

Erschütternde Intensität: 1944 schrieb Schostakowitsch sein e-Moll-Klaviertrio – mit Elend, Leid und Klage des Krieges in jedem Takt

vonChristoph Forsthoff,

Trostlosigkeit und Verlorenheit: Wohl kaum sonst irgendwo in der Musik findet sich das Moment der Hoffnungslosigkeit derart erschütternd wie in Schostakowitschs berühmtem Klaviertrio Nr. 2. Und das ATOS Trio weiß um dieses dunkle Wolkenmeer, macht selbst in den scheinbar tänzerischen Augenblicken unmissverständlich klar, dass auch diese treibenden Momente allenfalls ein düsterer Protest sind, ein Aufschrei ob des damaligen (kulturellen) Terrors Stalins. Eine Intensität, die erschüttert und den Zuhörer aufzuwühlen vermag – und welch ein Kontrast zum vorigen espritvollen „French Album“ des Trios. Was auch für die Werke des Spätromantikers Arensky und seines Schülers Rachmaninow gilt: Statt zu donnern, setzen die drei Musiker hier auf ein rhythmisch genau kalkuliertes Spiel, um sich dann umso mehr mitnehmen zu lassen von der düsteren Melancholie, die in diesen Trios steckt. Die hohe Kunst der Finsternis!

Schostakowitsch: Klaviertrio Nr. 2 e-Moll op. 67, Arensky: Klaviertrio Nr. 1 d-Moll op. 32, Rachmaninow: Klaviertrio Nr. 1 g-Moll op. posth.
ATOS Trio
Farao Classics

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