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Rezension AKAMUS – Händel: Concerti grossi op. 6

Distanzierter Eindruck

Bei der Akademie für Alte Musik Berlin gibt es wenig auszusetzen, dennoch vermisst man bei Hören von Händels Concerti grossi den persönlichen Zugriff.

vonFrank Armbruster,

Die Akademie für Alte Musik Berlin zählt seit vielen Jahren zu den festen Größen der Alte-Musik-Szene. Technisch wie stilistisch ist das Ensemble, das mit Koryphäen wie René Jacobs gearbeitet hat, mit allen Wassern gewaschen, sodass auch Werke wie Händels Concerti grossi op. 6 sie nicht ernsthaft in Verlegenheit bringen. Tatsächlich gibt es an dieser Einspielung der ersten sechs Konzerte, in denen Händel auf virtuose Manier mit den Formvorlagen spielt, äußerlich wenig auszusetzen. Das Orchester spielt, wie sich das bei dieser Musik gehört: Die Tempi in den schnellen Sätzen sind straff, der Klang homogen, rhythmisch ist alles auf dem Punkt. Aber dennoch vermisst man bei längerem Hören einen mehr persönlichen, affektgeladenen Zugriff, der über das bloße Richtigspielen hinausgeht. Dass die Aufnahmetechnik mehr auf Raum denn auf Direktheit setzt, trägt zum distanzierten Eindruck dieser Aufnahme bei.

Akademie für Alte Musik Berlin
Akademie für Alte Musik Berlin © Kristof Fischer

Händel: Concerti grossi op. 6 Nr. 1-6

Akademie für Alte Musik Berlin, Bernhard Forck (Leitung)
Pentatone

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