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Konzertant Wandeln im Weltkulturerbe

Kissinger Sommer 2026

Womit im Jahr 1986 keiner gerechnet hat, wird 2026 Realität: Der Kissinger Sommer feiert sein vierzigjähriges Bestehen mit Künstlerfreunden der ersten Stunde, frischen wie individuellen Programmen – und Musikern aus dem gesamten Freistaat Bayern.

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Ob jemand beseelt am Pausengetränk nippt oder als Kurgast gemächlich zwischen den Brunnen promeniert, lässt sich in Bad Kissingen manchmal kaum unterscheiden. Von Brunnenhalle und Konzertmuschel über den Wandelgang bis hin zum Regentenbau greift hier alles ineinander – architektonisch wie menschlich. Der zentrale Kurkomplex erscheint als geschlossenes Ensemble, das hinter seinen Fassaden vielfältige Facetten aufweist. Was einst sämtliche leiblichen wie kulturellen Bedürfnisse fürstlicher Kurgäste erfüllte, ist heute Drehscheibe einer gemeinschaftlichen Nutzung.

Warmer Klang des Holzes

Herzstück ist der Max-Littmann-Saal (Aufmacherbild des Festivalfensters), das klangvolle Aushängeschild der Stadt. Der holzvertäfelte Konzertsaal im prachtvollen Regentenbau wird von Künstlern wie Publikum gleichermaßen gerühmt; nicht zuletzt spielte der Bau eine maßgebliche Rolle bei der UNESCO-Welterbe-Bewerbung des Kurbads. Vom Regentenbau gelangt man in den benachbarten, älteren Arkadenbau, wohinter sich der intimere Rossini-Saal befindet. Friedrich von Gärtner schuf ihn als „königlichen Conversationssaal“ im Auftrag Ludwigs I. – ein repräsentatives Statement, das Bad Kissingen im 19. Jahrhundert von anderen Kurorten abhob. Gioachino Rossini weilte hier zur Kur, ihm zu Ehren trägt der Saal heute seinen Namen. Rundbögen und Kassettendecke verleihen ihm eine Atmosphäre zwischen Festlichkeit und Salon. Ebenfalls im gleichen architektonischen Ensemble befindet sich unter anderem der Grüne Saal. Der geschmackvoll im Jugendstil ausgestaltete Raum dient beim Kissinger Sommer als der wohl schönste Ort, um sich in das Konzert einführen zu lassen.

Das Kurtheater diente damals der Unterhaltung vornehmer Kurgäste
Das Kurtheater diente damals der Unterhaltung vornehmer Kurgäste

Zwischen Trinkhalle und Pausengetränk

In den warmen Sommermonaten fordern die Temperaturen mitunter auch die Ausdauer der Konzertbesucher heraus. Umso willkommener ist die Erfrischung – und die Gelegenheit zum Austausch – die freitags die Lounge im Schmuckhof bietet: ein idealer Ort, um den Abend entspannt ausklingen zu lassen. Sollte das Wetter einmal nicht mitspielen, steht mit dem angrenzenden Weißen Saal eine stilvolle, überdachte Alternative bereit. Dort lädt Intendant Alexander Steinbeis regelmäßig zu Gesprächen mit den Fokuskünstlern ein – über Werke, Hintergründe und biografische Wegmarken. Bei Kaffee sind alle herzlich willkommen. Doch auch jenseits der Kuranlage eröffnet Bad Kissingen vielfältige Möglichkeiten, Vertrautes neu zu entdecken und besondere Orte zu erschließen. So schuf Max Littmann mit dem nur wenige Gehminuten von Trinkhalle und Regentenbau entfernten Königlichen Kurtheater eine verspielte Rokoko-Bühne, die bis heute mit ihrem Charme zum Wegträumen verführt.

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