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Rezension Tenebrae – The Journey

Aufmerksame Ohren zum Mitreisen gesucht

Der britische Kammerchor Tenebrae feiert sein 25-jähriges Jubiläum mit einem meditativen Album, das zum Reflektieren einlädt.

vonSusanne Bánhidai,

Es hätte auch eine Best-Of-Platte werden können, doch Tenebrae richtet seinen Blick und seine Stimmen ganz nach vorne. Drei Auftragswerke von Jason Max Ferdinand, Joby Talbot und Joanna Marsh mischen sich unter die Werkauswahl etablierter Komponisten, die konsequent der Ästhetik des 21. Jahrhunderts huldigen. Max Richter, John Tavener, Eric Whitacre und James MacMillan sind die bekannteren Namen. Der Chor, der nicht nur für seine große musikalische Strahlkraft bekannt ist, sondern sich auch für die Förderung neuer Chormusik engagiert, hat den Kompositionswettbewerb „Undiscovered Voices“ ins Leben gerufen. Die erste Gewinnerin, Sarah Henderson, ist ebenfalls mit einem Stück vertreten. Und wie klingt das alles? Gewohnt zivilisiert, klar und mit warmer Leidenschaft. Die Akustik der All Hallows Church ermöglicht ein differenziertes Hören und Mitreisen durch die feinsinnigen, sehr berührenden Kompositionen. Gleichzeitig kann man sich dem vollen Chorklang ganz hingeben.

The Journey
Werke von Ferdinand, Marsh, Talbot, Chilcott, MacMillan, Whitacre u. a.

Tenebrae, Nigel Short (Leitung)
Signum Classics

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