Sergej Prokofjews Musik wird wegen ihrer betörenden Melodien geliebt sowie der überzeugenden Zeichnung von Emotionen und Stimmungen. Damit schuf der Komponist einen modernen Ausdruck voller Intensität, Eleganz und Dramatik. Die wandlungsfähige Flöte mit ihrem kantablen Ton erweist sich hier als ideales Instrument. Stephan Koncz hat die 1933 entstandene Flötensonate für unsere Zeit als Flötenkonzert arrangiert. Flötenstar Emmanuel Pahud, Solist bei den Berliner Philharmonikern, hat mit der Dresdner Philharmonie und Dirigent Jonathan Stockhammer dieses Konzert aufgenommen. Dabei zeigt sich der ganze Charme Prokofjews, temperamentvoll, pointiert, mit starken Gesten, blitzenden Farben. Pahud phrasiert äußerst sensibel.
Kombiniert wird dieser Klassiker der Moderne mit zwei jüngeren Werken: Das Flötenkonzert von Christopher Rouse, 1993 entstanden, berückt mit Nachahmungen von Vogelrufen, Elegien, quirliger Motorik und tief bewegender Dramatik. Das Konzert „Ceremony“ von Toshio Hosokawa, 2022 vollendet, ist von Naturmystik geprägt, die Soloflöte agiert wie ein Schamane. Dieses bezwingende, verinnerlichte Stück verlangt der Flöte erweiterte Spieltechniken ab. Pahud und alle Mitwirkenden gestalten diese drei unterschiedlichen Klangwelten hochinspiriert.
Ceremony
Prokofjew: Flötenkonzert nach der Flötensonate op. 94, Rouse: Flötenkonzert, Hosokawa: Ceremony
Emmanuel Pahud (Flöte), Dresdner Philharmonie, Jonathan Stockhammer (Leitung)
Warner






