Die von Giacomo Puccini vertonte Geschichte um die gefeierte Sängerin Floria Tosca, den Maler Mario Cavaradossi und den zwielichtigen Polizeichef Baron Scarpia gehört zu den meistgespielten Opern überhaupt. Zeitlos ist das Geflecht aus Leidenschaft und Intrigen, stets aktuell die verhandelten Fragen nach Liebe und Macht. Weltbekannt sind gleichwohl Arien wie „Vissi d’arte“ und „È lucevan le stelle“. In diesem Sommer feierte „Tosca“ Premiere bei der Oper im Steinbruch St. Margarethen.
Das Politische im Privaten
Regisseur Thaddeus Strassberger, der auch für das Bühnenbild verantwortlich zeichnet, bringt den Klassiker mit visueller Opulenz in die Felskulisse des einstigen Römersteinbruchs. Der historische Hintergrund der Handlung – der Kampf zwischen Republikanern und Königstreuen im Rom des Jahres 1800 – ist dabei ungewöhnlich deutlich dargestellt. Cavaradossi etwa malt nicht nur Kirchengemälde, er ist direkt am Wiederaufbau eines zerstörten Kirchenraums in der ewigen Stadt beteiligt. Mehr über die Hintergründe der Inszenierung lesen Sie auch in unserer Premierenkritik.
In der Titelpartie verzaubert Sopranistin Joyce El-Khoury, als Liebhaber Cavaradossi steht ihr Yongzhao Yu zur Seite, Bariton Gevorg Hakobyan verkörpert den Scarpia. Die musikalische Leitung des Piedra Festivalorchesters hat Valerio Galli inne.
3sat zeigt Puccinis „Tosca“ aus der Oper im Steinbruch am heutigen Sonntag um 10:45 Uhr im Fernsehen.
concerti-Tipp:
„Tosca“ aus der Oper im Steinbruch St. Margarethen 2026
So. 9.8., 10:45 Uhr
3sat





